Server, die jemand betreut
Hosting ist kein Regalprodukt. Es ist ein Server, der gepflegt werden muss — sonst wird er irgendwann zum Problem.
Es ist nie etwas passiert. Das ist nicht dasselbe wie: alles in Ordnung.
Eine Webseite läuft seit sechs Jahren ohne Störung. Genau das ist das Problem: In sechs Jahren hat sie niemand angefasst.
Die PHP-Version bekommt seit zwei Jahren keine Sicherheitsaktualisierungen mehr, das Kontaktformular-Plugin wurde vom Hersteller aufgegeben, und die Sicherung liegt im selben Verzeichnis wie die Seite.
Ein Server ist kein Möbelstück. Er altert.
Eigene Infrastruktur statt Baukasten
Die Server stehen in Rechenzentren in Deutschland und werden von mir verwaltet — Betriebssystem, Webserver, Datenbanken, Mailsystem, Zertifikate. Kein Wiederverkauf einer fremden Plattform, bei der im Ernstfall niemand erreichbar ist und die Fehlersuche an der Grenze zum nächsten Anbieter endet.
Der praktische Unterschied zeigt sich bei Sonderwünschen. Eine bestimmte PHP-Version, weil eine Fachanwendung sie braucht. Ein eigener Dienst, der im Hintergrund läuft. Eine Anwendung im Container. Ein Cron-Job, der nachts um drei etwas abholt. Beim Baukasten-Hosting gibt es dafür kein Formular, hier gibt es eine Antwort.
Der zweite Unterschied ist die Pflege. Ein Server ist keine Anschaffung, sondern ein Zustand: Aktualisierungen, Zertifikate, Speicherplatz, Protokolle. Wenn das niemand macht, merkt man es jahrelang nicht — und dann auf einen Schlag.
Für eine reine Visitenkartenseite reicht die linke Spalte völlig.
Massenhoster und betreuter Server
Beim Massenhoster
Selbstbedienung
- Ein paar tausend Kunden auf einem Server
- Im Problemfall ein Formular mit Auswahlfeld
- Feste PHP-Versionen, feste Grenzen, keine Ausnahmen
- Sicherung oft als Zusatzposten, Rückspielung ungetestet
- Bei einer Sperrlisten-Eintragung trifft es alle mit
- Wer den Server betreut, erfährt man nie
Auf eigenen Servern
Betreut
- Deutlich weniger Kunden, jede Anlage bekannt
- Eine Nummer, unter der jemand rangeht
- PHP-Version, Dienste und Cron-Jobs nach Bedarf
- Tägliche Sicherung inbegriffen, Rückspielung geprüft
- Zustellbarkeit wird überwacht, nicht gehofft
- Du weißt, wer die Server betreibt — er steht im Impressum
Was dazugehört
Webhosting
Für WordPress, Shops und eigene Anwendungen. Mit aktuellem PHP, HTTP/2 und Zertifikaten, die sich selbst erneuern.
Postfächer mit SPF, DKIM und DMARC von Anfang an eingerichtet — sonst landen deine Mails im Spam.
Datenbanken
MariaDB und PostgreSQL, gesichert und überwacht. Zugriff nur von dort, wo er hingehört.
Überwachung
Auslastung, Erreichbarkeit, Zertifikatslaufzeiten. Ich merke es in der Regel, bevor du es merkst.
Umzug
Bestehende Seiten und Postfächer ziehen um, meist ohne spürbare Unterbrechung.
Domains & DNS
Registrierung, Umzug, DNS-Einträge. Die Domain gehört dir, nicht mir.
Was ohne Extraposten dabei ist
- Tägliche Sicherungen, getrennt vom Server selbst gelagert
- Zertifikate automatisch erneuert und zusätzlich von außen überwacht
- Sicherheitsaktualisierungen zeitnah, nicht irgendwann
- Serverstandort Deutschland, Auftragsverarbeitungsvertrag auf Wunsch
- Zugang zu deinen Daten, wann immer du willst — auch zum Mitnehmen
Fragen zum Hosting
Kann ich meine bestehende Seite mitnehmen?
Ja. Der Umzug läuft in der Regel über eine Testphase auf dem neuen Server, damit du vorher siehst, dass alles funktioniert. Erst danach wird umgeschaltet — und die alte Seite bleibt noch eine Weile erreichbar.
Was ist mit E-Mail-Archiven?
Die kommen mit. Postfächer werden vollständig übertragen, inklusive Ordnerstruktur. Das ist meist der aufwendigste Teil eines Umzugs und der, bei dem am ehesten etwas schiefgeht — deshalb wird er zuerst geplant.
Wo stehen die Server?
In Rechenzentren in Deutschland. Für deine Datenschutzerklärung heißt das: keine Übermittlung in Drittländer für das Hosting selbst.
Bekomme ich Root-Zugriff?
Auf Wunsch ja, bei einem eigenen Server. Beim betreuten Hosting nicht — dort ist genau diese Trennung der Grund, warum ein Fehler bei einem Kunden nicht die anderen trifft.
Was passiert bei einem Ausfall?
Die Überwachung meldet sich bei mir, nicht bei dir. Was ich tun kann, tue ich sofort; was länger dauert, sage ich dir mit einer ehrlichen Zeitangabe. Statusmeldungen, die nichts sagen, gibt es hier nicht.